Schulprogramm - Grundschule in den Rollbergen

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Schulprogramm



Grundschule in den Rollbergen
Waldshuter Zeile 6
13469 Berlin
Telefonnr.: 030/ 4023059
E-Mail: rollberge@web.de
Homepage: www.rollberge.de



Vorwort
In den vergangenen drei Jahren ist die Schulentwicklung stetig vorangetrieben worden. Deshalb wurden gegenüber dem Schulprogramm einige Ergänzungen bzw. Veränderungen vorgenommen. Das Kollegium hat sich auf die Weiterführung von JÜL in den Klassen 4-6 verständigt. Die Fortbildung in den Bereichen Pädagogische Werkstatt und ETEP und deren Implementierung in den Schulalltag ist uns gut gelungen. Die Bereiche Lerntherapie und Lernförderung bilden ebenfalls zwei neue Bestandteile im Schulprogramm. Die Fünf-Jahres-Planung verdeutlicht die Ziele der weiteren Schulentwicklung
Zu Beginn des Schuljahres 2015/16 gab es zwei Treffen der AG Schulprogramm. Hier wurden wichtige Veränderungen besprochen und vorbereitet. Anschließend haben die unterschiedlichen Gruppen von SuS, EuE, LuL und Eltern ihre Arbeit aufgenommen. Die Ergebnisse habe ich in das vorliegende Schulprogramm eingearbeitet.
Beim Lesen und Schreiben des Schulprogramms ist mir aufgefallen, dass viele Menschen an der Schule Tag für Tag eine engagierte pädagogische Arbeit leisten. Deshalb möchte ich Ihnen allen gratulieren zu den Taten der letzten drei Jahre. Es stimmt mich sehr froh, dass wir vielen Kindern ein „zweites Zuhause“ bieten können.
Abschließend möchte ich mich bei den einzelnen Vertretern der der SuS, der EuE, der LuL und der Eltern für ihre Zuarbeit bedanken. Besonderen Dank gilt zwei Personen: Meiner Konrektorin Frau Wree, die die Zusammenstellung fortwährend begleitet hat und der Kollegin Frau Berger, die das Layout vorgenommen hat.

Harald Liegel                                                                                                                                   Berlin im Mai 2016
Schulleiter  




1 Ausgangslage
Die Grundschule in den Rollbergen wurde 1971 erbaut, liegt im Ortsteil Waidmannslust und gehört zum Bezirk Reinickendorf. Unsere Schülerinnen und Schüler wohnen größtenteils im unmittelbaren Umfeld der Schule, der sogenannten „Rollbergesiedlung“.
Die Sozialstruktur der Familien, die in dieser Siedlung leben, ist eher schwach - über 70% leben von Transferleistungen. Dazu sind die Kenntnisse der deutschen Sprache vieler Kinder lückenhaft. Sie zeichnen sich durch einen geringen Wortschatz und mangelnde Satzstrukturen aus. Einige Eltern sprechen überhaupt kein Deutsch, was für die Kommunikation mit der Schule sehr hinderlich ist. Die Umwelterfahrungen und -kenntnisse der Schülerinnen und Schüler sind häufig nicht altersentsprechend.
Die Grundschule in den Rollbergen besteht aus sieben A-Klassen (Jahrgangsmischung 1/2/3), sechs B-Klassen (Jahrgangsmischung 4/5/6) und zwei C-Klassen (Willkommensklassen) mit einem offenen Ganztagsbetrieb. Insgesamt besuchen 320 Schülerinnen und Schüler diese Schule, von denen 168 Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache sind. 44 Schüler/Schülerinnen werden bei uns mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf beschult. Es handelt sich um Kinder mit Lernbehinderungen und Lerndefiziten in der sozialen und emotionalen Entwicklung sowie zunehmend auch mit geistiger Entwicklung.

Die Schule hat ein Schulprofil erarbeitet, wobei ein Schwerpunkt die Montessori - Pädagogik ist. Um den Ansprüchen dieser Pädagogik gerecht zu werden, besitzen seit dem Schuljahr 2015/2016 sieben Lehrerinnen/Lehrer das Montessori-Diplom.
An der Schule arbeiten: 1 Schulleiter, 18 Lehrerinnen, 1 Sonderpädagogin, 2 Mitarbeiter der Schulstation, 10 Erzieherinnen, 1 Koordinierende Erzieherin, 1 Lerntherapeutin, 2 Willkommensklassenlehrer, 4 Studentinnen (2 beginnen im Sommer 2016 ihr Referendariat in der Schule), 1 Referendarin,1 Quereinsteigerin, 1 Schulhelferin, 1 Religionslehrerin, 1 Sekretärin und 1 Hausmeister. Die Stelle der Konrektorin/Konrektors ist zurzeit nicht besetzt. Frau Wree (Lehrerin) übernimmt zusätzlich vertretungsweise diese Aufgabe.
Die räumliche Ausstattung der Schule ist sehr gut. Es existieren neben den Klassen- und Horträumen zwei Sporthallen, ein Medienraum mit 10 PC-Arbeitsplätzen und einem Smartboard, ein Musikraum, ein Mehrzweckraum mit Bühne, eine Lernwerkstatt mit Smartboard für den naturwissenschaftlichen Unterricht, eine Schulstation, ein Raum für die Lerntherapie und einen Religionsraum. Je zwei Klassen teilen sich einen großen Vorflur und einen Teilungsraum. Zwei weitere Smartboards befinden sich jeweils in einer A und B Klasse.
In der Außenanlage befinden sich zwei Schulhöfe, die vor kurzem unter Mitsprache der Schule umgestaltet wurden.

2 Leitbild
Wir sind eine Schule ohne frühzeitige Spezialisierung und öffnen uns für Menschen im ‚Kiez‘. Über die schulischen Angebote hinaus bieten wir diverse Veranstaltungen wie beispielsweise die bevorstehende 45-Jahr-Feier.
Wir legen Wert auf eine angenehme Schulatmosphäre und die Entwicklung eines ‚Wir-Bewusstseins‘ mithilfe von Regeln und Ritualen.
Wichtig ist uns die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Hort und Schule bei den Bildungs- und Erziehungsaufgaben.
Wir vermitteln Werte und soziale Kompetenzen, zu denen Respekt, Toleranz, gewaltfreie Konfliktlösung, Hilfsbereitschaft, Umwelt- und Gesundheitswissen, Teamgeist, Disziplin und demokratisches Verständnis gehören.
Wir vermitteln Lern- und Arbeitstechniken durch Methodenvielfalt.
Wir unterstützen die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit, der Kreativität und der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler, indem wir Stärken fördern und Neugier wachhalten.
Wir öffnen uns für Team- und Projektarbeit innerhalb und außerhalb der Schule.

3 Pädagogische Leitlinien
3.1 Schulregeln
Die schulinternen Regeln sind in der Schulordnung festgehalten. Diese sind jeder Schülerin und jedem Schüler bekannt, da sie sich in den Schulplanern eines jeden Kindes befinden. Darüber hinaus gibt es einige Regeln für die Hofpause und gegebenenfalls weitere Regeln für eine Regen- oder Schneepause.
Bei Regenpausen führt die Lehrkraft Aufsicht, die anschließend die Klasse unterrichtet. Gehen die Kinder nach der Pause in einer Lerngruppe (z.B. Englisch), dann gehen sie zu Beginn der Regenpause in diesen Raum und werden dort von der Lehrkraft, die sie anschließend unterrichtet, betreut. Dabei bleiben die Kinder im Klassenraum oder nach Absprache mit den anderen Lehrkräften auf den Fluren. Dort darf nicht getobt oder mit Bällen gespielt werden, dürfen aber gerne Brett- und Kartenspiele nutzen. Andere Flure oder Besuche anderer Klassen sind tabu. Da es einige Kinder gibt, die zum Mittagessen in den Hort gehen, müssen diese Kinder geschickt werden.
Bei einer Schneepause ist das Schneeballwerfen untersagt. Durch die erhöhte Gefahr sind in der ersten großen Pause alle Lehrinnen und Lehrer der A-Klassen als Aufsicht eingeteilt. In der zweiten großen Pause sind es dann alle Lehrerinnen und Lehrer der B-Klassen.
Für eine verbesserte Betreuung aller Schülerinnen und Schüler wurden auf dem Pausenhof Haltestellen für die Lehrerinnen und Lehrer aufgestellt. An diesen haben sich die eingeteilten Aufsichtspersonen zu Beginn der Pause einzufinden.


3.2 JÜL 1-3
In den JÜL-Klassen der Schulanfangsphase werden die Schülerinnen und Schüler durch ein pädagogisches Team betreut, welches aus Lehrer/innen, Erzieher/innen und Sonderpädago-gen/innen besteht. Das Team gestaltet den Unterricht in Kooperation, so dass eine individuelle Förderung leistungsstarker und leistungsschwacher Kinder stets gewährleistet werden kann. Unterstützt wird die Kooperation durch eine im Stundenplan fest verankerte gemeinsame Teamstunde für alle Pädagogen/innen. Dabei wird gemeinsam über die schulischen und außer-schulischen Vorhaben gesprochen und die Anforderungen des Unterrichts an jedes einzelne Kind festgestellt.
Der Unterricht für jeden einzelnen Tag ist nach dem gleichen Muster organisiert. Diese Tages-struktur besteht aus einem offenen Anfang, einer Freiarbeitsphase, der gemeinsamen Einnah-me der Mahlzeiten, Bewegungs- und Entspannungsaktivitäten sowie Lernphasen in einer an die Schülerinnen und Schüler angepassten Lernumgebung.
Die vorbereitete Lernumgebung stellt den Rahmen für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern dar und bezieht sich auf den Klassenraum und alle sich dort befindenden Materialien. Die Lehrerin oder der Lehrer hat den Auftrag die Lernumgebung zu gestalten, die Schülerinnen und Schüler pflegen diese. Die Materialien sind frei zugänglich und befinden sich auf Augenhöhe der Kinder. Es ist dabei ästhetisch, so dass die Schülerinnen und Schüler zum Gebrauch motiviert werden. Die teils montessori-orientierten Materialien bieten darüber hinaus die Möglichkeit der Selbstkontrolle. Der Lernprozess der Kinder wird dadurch strukturiert und bietet gleichzeitig Orientierung.
Die Schülerinnen und Schüler lernen in einer angstfreien und entspannten Umgebung nach ihren individuellen Bedürfnissen. Sie wählen nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen. Bei der Auswahl eines Angebots stehen die Lehrerinnen und Lehrer bei Bedarf jeder Schülerin und jedem Schüler zur Seite. Dabei hat die Lehrerin oder der Lehrer die Aufgabe den angemessenen Gebrauch des Materials zu zeigen und konzentriertes Arbeiten zu fordern und fördern, wobei das Arbeiten in kleinen Gruppen möglich ist. Damit erwerben die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse und Kompetenzen. Nebenbei wird das Selbstbewusst-sein gestärkt sowie Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit, Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer trainiert.

3.3 JÜL 4-6
Die selbstständige Arbeitshaltung aus den ersten drei Schuljahren wird in den Klassen 4 bis 6 fortgesetzt. Dabei haben auch hier die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich die Arbeit innerhalb einer Woche eigenständig einzuteilen. Das Material ermöglicht es jedem Kind das eigene Lerntempo zu bestimmen.
Der Tagesablauf wird strukturiert, indem ebenfalls Freiarbeits- und Lernphasen sowie eine gemeinsame Pause stattfindet. Je nach Bedarf kann die passende Unterrichtsform durch die Lehrerin oder den Lehrer gewählt werden. Die Tagesstruktur lehnt sich an die vorherige an, mit dem Unterschied, dass hier häufig ein vollständiger dritter Unterrichtsblock vorzufinden ist.
Die Lernumgebung ist an die Schülerinnen und Schüler angepasst, wobei sich das Material für die selbstständigen Arbeitsphasen an festen Orten im Klassenzimmer befindet. Das Material ist von Fachteams, die sich einmal wöchentlich treffen, konzipiert worden. In Anlehnung an das „Matherad“ für die ersten vier Schuljahre wurde für die 5. Und 6. Klasse analog ein Arbeitsheft entworfen. Für den Deutschunterricht gibt es ebenfalls in Anlehnung an die Lernwege der ersten drei Schuljahre Unterrichtsmaterialien, welche sich in die Bereiche Grammatik, Rechtschreibung und Lesen gliedern.
Ergänzt wird in den Klassenstufen 4 bis 6 der Fachunterricht. Geschichte, Erdkunde und na-turwissenschaftlicher Unterricht wird, wenn möglich, epochal unterrichtet. Auch in diesem Fachteam konnte Unterrichtsmaterial entwickelt werden, welches selbstständiges und freies Arbeiten ermöglicht und gleichzeitig praktisch orientiert ist.

3.4 Willkommensklassen
Seit April 2015 erlernen neu zugewanderte Kinder in einer „Willkommensklasse“ die deutsche Sprache. Aktuell gibt es 2 Willkommensklassen, in denen Kinder aus den verschiedensten Herkunftsländern im Alter von 6 bis 13 Jahren gemeinsam auf den bevorstehenden Unterricht in den Regelklassen vorbereitet werden. Eine große Zahl der Kinder kommt derzeit aus Syrien, Rumänien, Serbien sowie aus Albanien, Polen, Italien, Bulgarien oder auch aus China. Die Klassenstärke bewegt zwischen 8 und 12 Kindern pro Lehrkraft. Der Verbleib in der „Willkommensklasse“ richtet sich individuell nach dem jeweiligen Sprachstand des Kindes und kann bis zu max. einem Jahr dauern. Die gute Zusammenarbeit und Kommunikation im Kollegium macht es jedoch möglich, dass die Kinder flexibel mitten im laufenden Schuljahr in eine Regelklasse wechseln können, sobald sie ausreichend gute Sprachkenntnisse erworben haben. Um den Übergang in die Regelklasse ggf. langsam zu gestalten, besteht die Möglichkeit, dass die Kinder täglich teils in der „Willkommensklasse“ und teils in der „neuen“ Regelklasse unterrichtet werden. In den meisten Fällen wechseln die Kinder bereits nach 6 Monaten.
Neben der Alphabetisierung, Lesen und Schreiben gehören thematische Inhalte zum Unterricht, die sich zunächst an der Lebenswelt der Neuankömmlinge orientieren. Hierzu zählen sowohl das Kennenlernen der Schule, des Schulalltags und Schulmaterials, als auch das Zählen, Farben, Nahrungsmittel benennen, Wochentage, Monate, Wetter, Kleidungsstücke bis hin zur Konjugation von Verben, Präpositionen und das freie Erzählen. Jeder Schultag beginnt mit einem morgendlichen Stuhlkreis. Des Weiteren bemühen sich die 2 Leiter der „Willkommensklassen“ dem üblichen Stundenplan und Ablauf in den Regelklassen so nahe wie möglich zu kommen, d.h. neben der großen Aufgabe die deutsche Sprache zu vermitteln, werden die Kinder ebenso in Mathematik, Kunstunterricht und in Sport gefördert. Daneben stehen Singen, Spaß und Spiel auf dem Wochenplan und es finden kleinere Ausflüge und Aktionen statt (u.a. Theaterbesuch, gemeinsamer Einkauf im Supermarkt, Weihnachtskekse backen, Ostereier färben).
Die Kinder der „Willkommensklassen“ der Grundschule in den Rollbergen bekommen die Möglichkeit in einem für sie fremden Land mit fremder Kultur „anzukommen“, die Sprache, die Menschen, das Leben und natürlich den Schulalltag in Deutschland kennenzulernen.

3.5 Ergänzende Förderung und Betreuung
3.5.1 VHG
In der kostenfreien Betreuungszeit von 7:30-13:30 Uhr wird jedes Kind vor und nach dem Unterricht verlässlich betreut und kann von jedem Kind genutzt werden.
Im Zeitraum von 12:05-13:30 Uhr gilt eine verbindliche Anmeldung. Um die Aufsichtspflicht zu gewährleisten, gibt es am Anfang des Schuljahres eine Bedarfsermittlung/ Anmeldung. Diese beinhaltet, dass die Kinder sich selbständig in den VHG – Räumen einfinden und nur mit schriftlicher Erlaubnis vorzeitig nach Hause gehen oder von berechtigten Personen abgeholt werden dürfen.
Die Freizeitangebote in der VHG reichen von Bastelangeboten, über Spiel und Spaß mit vielen Spielmaterialien, bis hin zu Bewegung in der Turnhalle und im Freien.

3.5.2 Hort – Ergänzende Förderung und Betreuung
Im Hortbereich beginnt der Tag mit der Frühbetreuung ab 6:00 Uhr bis zum Unterrichtsbeginn. Alle Gruppenräume stehen ausschließlich den Kindern für die freizeitliche Nutzung zur Verfügung, so dass keine Doppelnutzung der Klassenräume vorhanden ist. Der Freizeitbereich basiert auf halboffener Arbeit, also einem Wechsel aus gruppenspezifischen und gruppenüber-greifenden Angeboten.
Durch die gruppenspezifische Arbeit im Hort und den unterstützenden Einsatz der jeweiligen Erzieherin und Erzieher für eine gewisse Stundenanzahl im Unterricht, besteht ein enger Kon-takt zwischen dem Vormittags- und Nachmittagsbereich.
Nach dem Unterricht finden im Hort das gemeinsame Mittagessen und die Hausaufgabenzeit, sowie das freie Spiel, Bewegung im Freien oder in der Turnhalle und andere Projekte/ Aktivi-täten statt. Dies ist auch gruppenübergreifend möglich.
Die Kinder können den Nachmittag nach eigenen Interessen und Neigungen mitgestalten. In festen Absprachen werden Wünsche aufgegriffen, Aktivitäten wie beispielsweise Feste oder Ausflüge geplant bzw. realisiert und in entsprechende Angebote umgesetzt.
Ab 16:00 Uhr wird eine gemeinsame Spätbetreuung mit vielen Spielmöglichkeiten und Frei-zeitaktivitäten angeboten.

4 Pädagogische und organisatorische Schwerpunktsetzung

4.1 Integration und ETEP
In der Grundschule in den Rollbergen lernen Schülerinnen und Schüler mit und ohne festge-stellten sonderpädagogischen Förderbedarf gleichberechtigt in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen. Dabei soll das Konzept des gemeinsamen Unterrichts von Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden.
Neben Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen Spra-che, Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Autismus sowie geistige Entwicklung gibt es insbesondere in den A- Klassen Kinder, denen es an den Grundlagen für die Schulreife fehlt und einige Kinder mit Förderbedarf in allen Wahrnehmungsbereichen sowie mit Aufmerksamkeitsdefiziten in Verbindung mit Hyperaktivität.
Mit allen Schulanfängerinnen und Schulanfängern wird eine Schuleingangsdiagnostik durch-geführt (LauBe, Wahrnehmungs- und Motoriktest), um einen individuellen Einstieg in die Lernwege zu schaffen und die Förderung zu planen. Um allen Schüler/innen Lernfortschritte zu ermöglichen, werden individuelle Förderungsmöglichkeiten angeboten.
Schüler/innen mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf Autismus und geistige Entwicklung benötigen ganz besonders intensive Unterstützung beim Lernen und der gleichberechtig-ten Teilnahme am Schulalltag. Deshalb werden sie in individuellen Förderstunden unterrichtet, die überwiegend innerhalb der Lerngruppe stattfinden. Zur Bewältigung der Herausforderungen des Schullebens erhalten diese Kinder teilweise ergänzende Pflege und Hilfe durch Schulhelfer/innen.
Allen jahrgangsübergreifenden Lerngruppen werden sonderpädagogische Förderstunden zu-gewiesen. In Absprache mit der/dem Klassen- oder Fachlehrer/in findet die Förderung während des Unterrichts, in Kleingruppen oder in individuellen Förderstunden statt.
Bei Bedarf und der dazu notwendigen personellen Ausstattung werden übergreifende, temporäre Lerngruppen eingerichtet. Mögliche Schwerpunkte sind in den A- Klassen die Förderung der phonologischen Bewusstheit, die Förderung der mathematischen Basiskompetenzen, die Sprachförderung, die Wahrnehmungsschulung und die Psychomotorik. In den B- Klassen wären temporäre Lerngruppen zu den Schwerpunkten Lesen, Schreiben, Rechnen und Entspannung möglich.
Eine Sonderpädagogin berät alle Mitarbeiter/innen der Schule sowie Eltern in Bezug auf sonderpädagogische Themen. Sie unterstützt die Klassenlehrer/innen bei der Förderdiagnostik, der Förderplanung und beim Stellen von sonderpädagogischen Anträgen. Zur Vorklärung von Feststellungsverfahren führt sie notwendige Tests und Beratungsgespräche durch.
Um eine positive Entwicklung aller Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf zu ermöglichen, kooperiert die Schule mit den Berater/innen und Diagnostiker/innen für son-derpädagogischen Förderbedarf, der Schulpsychologie, dem Kinder- und Jungendpsychiatri-schen Dienst und der Schulärztin.

Temporäre Lerngruppen zur Förderung der emotional-sozialen Entwicklung
Um bei den Schülerinnen und Schülern die emotional-soziale Kompetenzen systematisch auf-zubauen, nutzen die Lehrer/innen und Erzieher/innen der Schule das pädagogische Konzept ETEP zur Prävention und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauf-fälligkeiten (ETEP- EntwicklungsTherapie/ EntwicklungsPädagogik).

Die vier Grundprinzipien spiegeln die Einstellung der Pädagogen/innen zur Entwicklung der Kinder wieder:
Den Blick auf Stärken richten
Der Entwicklungslogik folgen
Freude und Erfolg gewährleisten
Für bedeutsame Erfahrungen sorgen

Interventionsstrategien helfen den Schülerinnen und Schülern das angestrebte Verhalten aufzubauen. Zur Einschätzung des Entwicklungsstandes eines Kindes füllen die Pädagogen/innen den Entwicklungspädagogischen Lernziel Diagnose Bogen (ELDIB) aus. Er lenkt den Blick konsequent auf die Stärken und ermöglicht die Festlegung eines individuellen Lernzieles.
An einem Studientag lernten alle Lehrer/innen und Erzieher/innen der Schule das Konzept kennen. Die Schulleitung wird von der ETEP-Regionaltrainerin regelmäßig über strukturelle und organisatorische Möglichkeiten der Umsetzung entwicklungspädagogischer Arbeit bera-ten. Jeweils zwei im Team arbeitende Pädagogen/innen nehmen zur weiteren Professionalisierung an ETEP – Fortbildungen teil.

An der Schule finden zwei temporäre Lerngruppen zum entwicklungspädagogischen Unter-richt (EPU) statt:

1. Die „Gipfelstürmer“ sind ein entwicklungspädagogischer Unterricht zur Förderung im emotionalen und sozialen Bereich von Schülerinnen und Schülern von Klasse 1 bis ein-schließlich Klasse 3.

Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen in ihrer jahrgangsübergreifenden Lern-gruppe selbstständig zu lernen und sich sozial angemessen zu verhalten. Der Name der temporären Lerngruppe „Gipfelstürmer“ soll den Schülerinnen und Schülern eine Identifikation mit ihren individuellen Zielen ermöglichen („Ich arbeite fleißig und möchte in meiner JüL – Klasse in der Grundschule in den Rollbergen lernen.“).

Neben der Arbeit nach dem Konzept der Entwicklungsförderung soll die Förderung unter folgenden weiteren Schwerpunkten erfolgen:

Förderung der basalen Wahrnehmung und sensorischen Integration
• Förderung von Grobmotorik, Feinmotorik sowie Graphomotorik
• Stärkung der Konzentrationsfähigkeit
• Steigerung der Lernmotivation und des selbstständigen Arbeitens mit den Montessori– Materialien
• Kompetenzorientierte Lernförderung
• Integrierte Förderung der Sprachkompetenz

In der temporären Lerngruppe zur allgemeinen Entwicklungsförderung sollten höchstens sie-ben Schülerinnen und Schüler im Zwei-Pädagogen-System unterrichtet werden.

2. Auch für die Klassen 4 bis 6 wurde eine übergreifende temporäre Lerngruppe zur Förderung der emotionalen-sozialen Kompetenzen eingerichtet. Motivierende Themen und Materialien sowie ein strukturierter Ablauf ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern Erfolge und angestrebte Ziele zu erreichen.

4.2 Sprachbildungskonzept
Die sprachliche Bildung der Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund nimmt an unserer Schule eine übergeordnete Rolle ein. Deshalb stellt sie für das gesamte Kollegium eine zentrale Aufgabe dar und berührt alle schulischen Bereiche. Sowohl die Gestal-tung des Vormittags, insbesondere die gesamte Unterrichtsorganisation, als auch die Planung der Tätigkeiten und Abläufe am Nachmittag ist auf ein aktives Sprachhandeln ausgerichtet.
Es geht bei der Planung darum, Möglichkeiten und Ressourcen zu nutzen, die für die Schaf-fung vielfältiger Sprachanlässe geeignet sind. Den Schülerinnen und Schülern sollen somit immer wieder neue Gelegenheiten geboten werden, um sich umfangreiche Deutschkenntnisse anzueignen und zu einer Bildungssprache zu gelangen.
Alle Lehrerinnen und Lehrer sind dazu angehalten, die sprachliche Bildung in ihrem individuellen Unterricht zu verankern und diesen sprachsensibel und handlungsorientiert zu gestalten. Dabei setzen sie auch geeignete Fördermaterialien und die ihnen bekannten Methodenwerkzeuge (nach Josef Leisen) ein. Besondere Chancen bieten sich hierbei in den integrativen Sprachförderstunden.
Das nachfolgende Haus stellt eine Übersicht dar, welche Methoden und Projekte durchgeführt werden. Jede Klasse verfolgt unterschiedliche Schwerpunkte des sprachförderlichen Handelns. Ziel im nächsten Schuljahr sollte es sein, auf einige Themen aus dem Haus der Sprachbildung den Fokus zu legen. Dies kann z.B. gut kombiniert werden mit der Arbeit an den pädagogischen Werkstätten.


4.3 Soziales Lernen
Die Notwendigkeit sozialen Lernens in unserer Grundschule ergibt sich auf Grund der verän-derten Kindheit, die sich durch unzureichende Grenzen und Regeln, weniger positiv gelebtes Sozialverhalten, Bewegungsmangel, Reizüberflutung durch visuelle Medien, geringer Anteil der Berufstätigkeit beider Eltern und vermehrt alleinerziehende Elternteile kennzeichnet.
Das soziale Lernen wird insbesondere durch das Angebot der Schulstation unterstützt. Es ist ein zirkulärer Prozess, der zum einen aus dem Beziehungslernen besteht, bei dem das Lernen Beziehung voraussetzt und auch stattfinden lässt. Zum anderen ist es wichtig, dass die teil-nehmenden Gruppen als Prozess gesehen werden und sich auch selbst so verstehen.
Das soziale Lernen in der Schulstation ist komplex und vielschichtig. Als Einzelperson, Klein-gruppe, Klasse oder Schulgemeinschaft können Themen wie Rollenverteilung, Integration, Wertschätzung, Selbst- und Fremdwahrnehmung, oder Streit und Gefühle aufgegriffen wer-den. Die teils sehr kreative methodische Umsetzung reicht von Gesprächen, Gruppenaktivitäten, Spielen oder Rollenspielen, Bewegung und Körperarbeit bis hin zu Entspannungs- und Konzentrationsübungen.

Die Ziele des sozialen Lernens umfassen vier Bereiche:
• Persönlichkeitsentwicklung – Verbesserung des Selbstbewusstseins und Verantwor-tungsgefühl
• Sozialkompetenzsteigerung – Förderung von Empathie und Konfliktfähigkeit, Kon-fliktkultur entwickeln und auf die Beziehung eingehen
• Gemeinschafts- und Klimaentwicklung in der Klasse beziehungsweise Schule - Koope-rationsfähigkeit, Probleme lösen, Verantwortung übernehmen
• Erhöhung der Arbeitsproduktivität – neue Methoden erlernen, Kommunikationsfähig-keit schulen

Die Klassenlehrinnen und –lehrer haben daher die Möglichkeit gemeinsam mit ihrer Klasse einmal wöchentlich zu einem Termin in die Schulstation zu erscheinen. In dieser einen Stunde wird über einen längeren Zeitraum an verschiedenen Themenkomplexen gearbeitet. Im Laufe der Jahre wurde das Angebot immer auf die Bedürfnisse der einzelnen Gruppen angepasst, so dass unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt wurden.
Im laufenden Schuljahr gab es allerdings ein verändertes Angebot. Im ersten Halbjahr kamen alle B Klassen wöchentlich zum sozialen Lernen in die Schulstation, da im Zuge der JÜL Einführung die Klassen neu zusammengesetzt wurden. Beim sozialen Lernen ging es daher vor-rangig um die Stärkung der Klassengemeinschaft. Die Themen waren gemeinsames Kennenlernen, gegenseitiges Vertrauen und Kooperation. Im zweiten Halbjahr wird mit allen Kindern der sechsten Jahrgangsstufe der Übergang zur Oberschule gestaltet. Hierbei geht es vor allem um die Beschäftigung mit der eigenen Herkunft, den Stärken bzw. Schwächen und den Wünschen für die Zukunft.
Insgesamt kann festgehalten werden, dass sich seit Bestehen der Schulstation der Schulalltag bezüglich des Sozialen Lernens stark gewandelt hat. Inzwischen haben auch fast alle Klassen das Angebot wahrnehmen können. Das soziale Lernen ist aus Sicht der Schulstation in die Schulkultur aufgenommen worden und im Schulalltag integriert worden. Über die Angebote der Schulstation hinaus haben dazu auch verschiedene Veränderungen innerhalb der Schule wie die Einführung des Klassenrats in verschiedenen Klassen, Aktivierung der Schülervertretung durch die Schulleitung und die Schulstation und die Veränderung des Schulkonzepts (Montessori Pädagogik, Jahrgangsübergreifendes Lernen) beigetragen.

4.4 Montessori-Pädagogik
Ein wichtiges Strukturkriterium Maria Montessoris ist die Altersmischung. Sie hält diese für den richtigen Weg, um die Möglichkeiten oder Kooperation zu vergrößern und um das gemeinsame Lernen und Lehren zu steigern. Da die Zusammenfassung dreier Jahrgänge eine optimale Altersmischung bietet, lernen die Kinder unserer Schule vom 1.bis 3. Schuljahr und 4. bis 6. Schuljahr in einer Lerngruppe. Um die Kooperation der Jahrgänge zu erhöhen, gibt es einmal wöchentlich eine Teamsitzung.

Für die Arbeit an unserer Schule sind folgende Punkte elementar:
1. Der Klassenraum ist eine „vorbereitete Umgebung" für die Schüler. Er ist ein Arbeitsraum, ausgestattet mit didaktisch hervorragenden Arbeitsmaterialien, die die Schüler für ihre selbständige Arbeit brauchen. Die Arbeitsmittel sind kein Anschauungsmaterial, das der Lehrer benutzt, um etwas zu erklären. Es ist "Erfahrungsmaterial" für die Hand des Kindes. Im Um-gang mit ihm schult es die körperliche und geistige Geschicklichkeit. Es gewinnt Erfahrungen und festigt neu erworbenes Wissen.

2. Die Lehrerin hat diesen Raum eingerichtet und sie hilft den Schülern auch, sich darin zurechtzufinden. Sie zeigt den Schülern, welche Arbeiten sie machen können, dürfen und müssen. Sie lehrt den Gebrauch der vielen Montessori-Materialien wie auch der Arbeitsmittel, die sie selber hergestellt oder von Verlagen gekauft hat. Sie erklärt den Kindern die Regeln, die gelten, damit man zusammen arbeiten und lernen kann und strahlt durch ihre eigene Person Wärme und Orientierung aus.

3. Kinder brauchen Entscheidungsfreiheit. Sie wollen mitentscheiden, welche Arbeiten sie durchführen. Sie haben Interessen und wollen ihre Vorhaben verwirklichen. Die Kinder wäh-len aus dem Angebot an Arbeitsmitteln die Aufgaben aus, die sie durchführen wollen.

4. Kinder brauchen relative Zeitfreiheit. Wenn sich Kinder für etwas interessieren, wollen sie so lange daran arbeiten, bis das Interesse nachlässt. Die freie Arbeitswahl und die relative Zeitfreiheit helfen den Kindern, ihre Interessen einzubringen, zur Ruhe zu kommen und ihre Arbeiten mit Ausdauer durchzuführen.

5. Kinder brauchen Bewegungsfreiheit. Kindliches Lernen ist an Bewegung und Handlung geknüpft. Innere, geistige Aktivität verlangt stets auch nach körperlicher Aktivität. Sinneser-fahrung und Bewegung sind unverzichtbar für das Lernen. Deswegen hat das Kind die Gelegenheit, selbstständig mit Arbeitsmitteln umzugehen und Erfahrungen zu machen. Auch das hilft, zur Ruhe, zur Konzentration zu kommen.

6. Disziplin und Freiheit geben in ihrer Wechselwirkung den geistigen Rahmen, in dem sich Freiarbeit verwirklichen kann und in dem die Kinder ihren Willen, ihre Verantwortung, ihre Entscheidungskraft und ihr soziales Verhalten üben können; denn auch dies sind neben dem Wissenserwerb wichtige Lernziele. Dazu gibt die Freiarbeit vielfältige Gelegenheit.

4.5 Begabungsförderung (FALKE)
Begabungsförderung an Grundschulen mit heterogener Schülerstruktur in Brennpunktbereichen soll ein Mittel sein, um
• den Schülerinnen und Schülern einen positiven Anreiz für Leistung und Engagement zu geben,
• einen Gegenpol zum Fokus auf die Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schü-ler zu setzen,
• die Anzahl von Gymnasialempfehlungen zu steigern,
• die Attraktivität der Schule zu erhöhen.

FALKE steht für Förderung durch alternative Literaturbereitung zur Kompetenzentwicklung des Erzählens. Innerhalb einer heterogenen Schülerschaft steht das Entwickeln und Fördern von Sprach- und Leselust im Vordergrund. Dabei werden Talente entdeckt und durch spannende Themen sowie Projekten gefördert. Die jeweiligen Erfolge stärken das Selbstbewusst-sein der Schülerinnen und Schüler. Durch diese Umsetzung innerhalb der Ganztagsbetreuung wird gleichzeitig signalisiert, dass Förderunterricht interessant und reizvoll zugleich sein kann.
Die Resonanz für dieses Projekt ist sehr positiv. Es gibt mittlerweile zwei Gruppen. Die eine Gruppe beschäftigt sich mit Literatur und Kunst. Die SuS entdecken die Vielfalt von Ausdrucksformen in Schrift und Bildern.
Die zweite Gruppe hat einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Naturphänomene werden selbstständig erarbeitet. Im Zentrum der Arbeit steht das Experimentieren. Es werden Fragestellungen entwickelt, ein passendes Experiment durchgeführt, damit neue Erkenntnisse den Alltag verständlicher machen. Der Unterricht ist demzufolge stark handlungsorientiert.
FALKE stellt für zwei Stunden wöchentlich eine gute Ergänzung zu anderen Schulangeboten dar. Hierfür wird kein hohes Budget benötigt. Einmal pro Schuljahr findet mit beiden Gruppen eine Kursfahrt (Exkursion) statt. Vor Ort gibt es viele Aufgabenstellungen, die den normalen Schulalltag ergänzen. Das Ziel ist es, dass die SuS Herausforderungen annehmen, Grenzen erfahren und diese letztendlich meistern.
Die Förderung durch Falke lässt Kinder klassenübergreifend Arbeiten, so dass aus dem ‚Sollen‘ ein ‚Wollen‘ entstanden ist. Ergänzt wurde dieser wöchentliche Nachmittagstermin durch eine zusätzliche Exkursion, die erstmalig im Mai 2012 stattfand. Auf der Insel Hiddensee gab es viele Herausforderungen, die den normalen Schulalltag ergänzen. Das Ziel ist es und war es Herausforderungen anzunehmen, Grenzen zu erfahren und diese letztendlich zu meistern.

4.6 Lerntherapie
Seit dem Schuljahr 2015/16 bietet der Träger Horizonte GmbH verschiedene Förderkurse, die den Unterricht sinnvoll ergänzen und bereichern sollen, an der Grundschule in den Rollbergen an. Diese werden von einer Dipl. Sozialpädagogin/integrative Lerntherapeutin (FiL) durchge-führt und sind über das Bonusprogramm finanziert. Die Angebote im Einzelnen:

A-Klassen:
• Lese-Rechtschreib-Intensivförderung
• Rechenintensivförderung
Die Lese-Rechtschreib- und Rechenintensivförderung sind eine individuelle Unterstützung für Kinder mit (Verdacht auf) LRS bzw. Rechenschwäche. Durch die frühzeitige Förderung in den Klassenstufen 1-3 sollen gravierende Misserfolge und damit die Gefahr einer negativen Lernstruktur vermieden werden.
Seit Beginn des Schuljahres 2015/16 finden für beide Förderbereiche die Angebote statt. Jeweils eine Kleinstgruppe mit vier Kindern lernt an zwei Tagen in der Woche für je eine Schulstunde. Der Aufbau der Kurse, die Methoden und Übungen orientieren sich an lerntherapeutischen Inhalten.

• Ich bin ich!

Dieses Angebot richtet sich an sehr zurückhaltende Mädchen und Jungen, die sich wenig zutrauen und wenig Blick für ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten zu haben scheinen. In dem Kurs mit max. 6 Teilnehmerinnen werden die Kinder durch gezielte, kreative und ressourcen-orientierte Methoden, wie z.B. Erstellen einer Schatzkiste mit den eigenen „Schätzen“, Kom-plimente- und Namensspiele, in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt.
Der erste Kurs startet im April 2016 und wird zunächst bis zu den Sommerferien einmal wöchentlich für je eine Schulstunde stattfinden.

B-Klassen:
• Lesen und Rechtschreibung – fit für den Übergang
• Grundrechenarten – fit für den Übergang

Diese Trainings für die älteren Schülerinnen und Schüler dienen der Festigung von Grundlagen im Lesen/Rechtschreiben und im Rechnen. Schülerinnen und Schüler mit Defiziten in die-sen Bereichen können ihre Kenntnisse erweitern und mit einer guten Basis, d.h. flüssiges und sinnentnehmendes Lesen, Grundlagen der Rechtschreibung und Grundrechenarten, auf die Oberschule wechseln. Diese Angebote finden seit Beginn des Schuljahres 2015/16 für das Lesen/Rechtschreiben zweimal wöchentlich und für das Rechnen einmal wöchentlich für jeweils eine Schulstunde statt. Die Gruppengröße liegt bei max. 6 Schülerinnen und Schüler.

• Richtig Lernen – so geht`s (Grundkurs) und Richtig lernen – ich kann's (Aufbau-kurs)

Als Baustein der Übergangsgestaltung auf die Oberschule wurde der Kurs „Richtig lernen – so geht’s!“ für Schülerinnen und Schüler der Klassen 4-6 an der Schule etabliert. Jeder Kurs läuft über 12 Termine (à 90 min.) einmal wöchentlich für eine Gruppe von bis zu 6 Schülerin-nen und Schüler. Inhalte dieses Kurses sind: Lerntypermittlung, Lern- und Merkstrategien, Organisation/Arbeitsplatz und -material, Motivation, Prüfungsvorbereitung/Umgang mit Prüfungssituationen, Hausaufgaben, mündliche Mitarbeit und Konzentration.
Den Schülerinnen und Schüler wird effektiveres Lernen vermitteln, damit sie ihr Potential ausschöpfen, dadurch mehr Lernerfolge erleben und auf die Anforderungen der Oberschule bestmöglich vorbereitet sind.

Zur Festigung des Gelernten und zur Nachhaltigkeit findet gleich im Anschluss an den Grundkurs der Aufbaukurs „Richtig lernen – ich kann’s!“ statt. In diesem können die Schülerinnen und Schüler in der ihnen schon vertrauten Gruppe das Gelernte trainieren, die sich selbst gesetzten Lernziele regelmäßig überprüfen, im Verlauf schrittweise umsetzen und somit ihr Lernverhalten signifikant verbessern. Dieser Kurs findet einmal wöchentlich für jeweils eine Schulstunde statt und umfasst max. 12 Einheiten.
Bis April 2016 fanden bereits 3 Grundkurse und ein Aufbaukurs statt.

4.7 Lernförderung
Die Intellego- Förderschule bietet an der Grundschule in den Rollbergen ergänzende Förder-kurse für Schülerinnen und Schüler aller Klassen in den Fächern: Mathematik, Deutsch, Englisch an. Die Förderkurse finden in Gruppen mit maximal 6 Schülern möglichst aus derselben Klasse statt.
Ziel der Förderung ist, verpassten bzw. nicht verstandenen Lernstoff zu erarbeiten und zu festigen, so dass die Schülerinnen und Schüler wieder Anschluss an den aktuellen Schulstoff finden und so ihre Noten verbessern können.
In den kleinen Gruppen kann jede/r Schüler/in ihre/seine Fragen stellen und die Förderlehrerin erklärt es solange, bis es alle verstanden haben. Die Förderlehrer helfen auch bei den Hausauf-gaben und bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten. Dafür suchen sie interessante, praxisnahe und auch mal spielerische Aufgaben aus.
Schülerinnen und Schüler mit Berlinpass erhalten bis zu 4 Förderstunden wöchentlich kostenlos, wenn sie in mindestens einem Fach die Note 5 haben oder diese auf dem nächsten Zeugnis zu erwarten ist. Auch nach längerer Krankheit oder unvorhersehbaren familiären Problemen haben die Schülerinnen und Schüler Anspruch darauf.
Ab 1.2.15 können auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die ihre Noten verbessern möchten, um den höchstmöglichen Schulabschluss zu erreichen. Grundschüler können eine Sprachförderung erhalten, um eine Gymnasialempfehlung zu bekommen.
Schülerinnen und Schüler ohne Berlinpass können (ohne weitere Bedingungen) an den Kursen für 5€/Std. teilnehmen.

5 Schulgemeinschaft
5.1 Lehrer/innen und Erzieher/innen

Baustein 1
Die jährlichen Personalgespräche mit allen Lehrerinnen und Lehrern bzw. Erzieherinnen und Erziehern sollen helfen, die pädagogische Arbeit jedes Einzelnen zielgerichteter und effektiver zu gestalten, aus denen sich dann Fortbildungsschwerpunkte ableiten lassen.
Das gesamte Kollegium der Schule ist verantwortlich für die pädagogische Weiterentwicklung. Es ist auf breiter Front nur sichergestellt, wenn es für alle Bereiche der schulischen Arbeit Experten und Ansprechpartner gibt. Die Schulleitung muss deshalb folgende Fragen überprüfen und die Ergebnisse mit den Überlegungen zur inhaltlichen Weiterentwicklung der Schule abgleichen:
• Für welche schulischen Themenfelder werden Experten benötigt?
• Für welche schulischen Themenfelder im Kollegium stehen bereits Experten zur Verfügung?
• Welche schulischen Themenfelder müssen von allen Lehrkräften besetzt werden?

Baustein 2
1.Gemeinsamer Unterricht
• Jeder Klasse soll eine Erzieherin zugeordnet werden, wenn es personell möglich ist.
• Die Erzieherinnen haben im Unterricht die Aufgabe Lerninhalte zu vertiefen, zu automatisieren und zu üben. Sie begleiten den Unterricht und geben einzelnen Kindern Hilfestellungen.
• Sie führen von den Lehrkräften vorbereitete Tests mit Kleingruppen durch (z.B. mündliche Lesekontrolle, HSP oder Übungsdiktate).
• Die Erzieherinnen betreuen gelegentlich aber nicht ausschließlich Kinder, die den Unterrichtsablauf stören.
• Unterrichtsvorbereitung und die Einführung neuer Themen ist Aufgabe der
• Lehrkräfte.
• In maximal drei von sieben Stunden pro Woche übernehmen die Erzieherinnen auch den größeren Teil der Klasse (ca. zwei Jahrgangsstufen), wenn dies didaktisch notwendig ist. Die Kinder müssen Aufgaben haben und werden von den Erziehe-rinnen betreut.
• In maximal drei der sieben Stunden, in denen eine Erzieherin in einer Klasse doppelt gesteckt ist, übernimmt sie im Krankheitsfall der betreffenden Lehrkraft, die Betreuung der Klasse in den VHG- und Horträumen. In diesem Fall ist der Unterricht ausgefallen.
• Der Stundenplan soll eine Teamstunde zwischen Lehrkraft und Erzieherin ermöglichen.

2.VHG
• Die Vertretung in den VHG-Zeiten wird in einem mehrstufigen Verfahren geregelt.
• 1. Von der ersten bis zur vierten Stunde hat eine Erzieherin in der VHG Bereitschaftsdienst, die maximal eine Klassenstärke von Kindern gleichzeitig betreuen kann. In der fünften und sechsten Stunde übernehmen diesen Bereitschaftsdienst zwei Erzieherinnen, die jeweils auch nicht mehr als eine Klassenstärke betreuen.
• In maximal 3 Stunden, in denen Erzieherinnen mit einer erkrankten Lehrkraft doppelt gesteckt sind, betreuen diese die Klasse allein in den Räumen der VHG und des Hortes. Sie werden als Unterrichtsausfall deklariert.
• 2. Wenn dies den Vetretungsbedarf nicht deckt, werden die Kinder aufgeteilt, wobei immer nur eine A-Klasse und eine B-Klasse aufgeteilt werden können.
• 3. Im nächsten Schritt werden die Bereitschaftsstunden der Lehrkräfte zur Betreu-ung der Klassen in den Räumen der VHG und des Hortes genutzt. Vollzeitlehrer haben zwei Stunden und Teilzeitlehrer und Schulleitung haben eine Stunde Bereitschaftsdienst. Einer Vor- und Nachbereitung bedürfen diese Stunden nicht. Sie werden als Unterrichtsausfall deklariert.
• 4. Erst als letzte Möglichkeit werden Doppelsteckungen von Lehrkräften zur Gewährleistung des besonderen Förderbedarfs aufgelöst.
• Ausnahme: Bis in den B-Klassen eine funktionierende Klassengemeinschaft entstanden ist, werden die Maßnahmen 2 und 3 vertauscht.
• Während der B-Teamstunden haben die A-Klassen bis zur 6. Stunde Unterricht oder AGs finden statt, um die VHG zu entlasten.

3.Kommunikationswege zwischen Lehrkräften und Erzieherinnen
• In einem Pendelheft (1 Heft pro Klasse) informieren sich Erzieherinnen und Lehrkräfte über das Tagesgeschehen (kranke Kinder, Hausaufgabenbesonderheiten, Ausflüge, Dienste wie z.B. Hofreinigung, ...) Elternbriefe (z.B. von Ausflügen, …)werden hier auch hineingelegt.
• Pendelheft (HA- Heft) wird von der Schule gestellt.
• Verantwortlich für den Transport des Pendelheftes ist 1 Kind aus der jeweiligen Kl.
• Dieses nimmt das Heft nach Unterrichtsschluss mit in den Hort und bringt es morgens vor Unterrichtsbeginn wieder zurück in die Klasse.
• Eine Kiste zur Aufbewahrung der Hefte steht dafür im Hort bereit.

4.Hort
1. Liste zur Aufteilung der Kinder nach dem Unterrichtsschluss in Hort/ VHG
• Es wird eine Liste erstellt, auf der ersichtlich ist (angekreuzt), welche Kinder nach dem Unterrichtsschluss wohin gehen.
• Diese Liste soll sich in einer Klarsichtfolie an der Tür im Klassenraum angebracht sein.
• Verantwortlich zur Erstellung der Liste sind die Erzieherinnen.

2. Ausflüge/ Wandertage
• Am Ende des Ausflugs werden die Kinder vom Lehrer/In betreut bis zum regulä-ren Unterrichtsende an diesem Tag (auch falls der Ausflug früher zu Ende sein soll-te).
• Infobriefe (z.B. vom Ausflug) sind auch als Kopie im Pendelheft an die Erzieher weiterzugeben.
• Bei Ausflügen, die zeitlich länger dauern (etwa nach 13 Uhr/13.30 Uhr) müssen für die Kinder, die einen Essenvertag haben, Lunchpakete bestellt werden (1 Woche vorher).
• Dazu ist ein Bescheid zu geben an Erzieher/ bzw. an Fr. Dzillak. Durch sie wird dann auch das Bestellen der Lunchpakete organisiert.
• Eine Begleitung von Erziehern bei Ausflügen ist nur möglich:
• … wenn es vorher mit dem Erzieher und auch mit Fr. Dzillak abgesprochen wurde, ob die Möglichkeit besteht.

3. Hausaufgaben: Festlegung einheitlicher Regeln
• Der zeitliche Umfang für die HA- Erledigung ist festgelegt:
• 30 min Kl. 1- 3 und 45 min Kl. 4- 6
• Sollte die HA- Erledigung länger dauern, wird abgebrochen. Es erfolgt ein Vermerk durch Erzieher dazu (z.B. „Abbruch nach 30 min.“ oder „Bitte noch mal erklären!“, „HA nicht verstanden.“,…)
• Erzieher kontrollieren bei den HA nur auf Vollständigkeit und Sauberkeit (nicht auf Richtigkeit).
• Kinder, die bereits alle Aufgaben erledigt haben, beschäftigen sich in der HA- Zeit anderwärtig leise im Raum (z.B. Buch lesen, malen, rätseln,…)
• Das Nacharbeiten von Aufgaben bzw. Strafaufgabe erfolgt nicht im Hort!
• Freitag werden keine HA im Hort gemacht.
• Alle Inhalte der HA müssen im Unterricht besprochen/ erklärt werden.
• Die Wichtigkeit des HA- Heftes soll hervorgehoben (Eintragen d. HA im Unt.; Abhaken d. HA im Heft im Hort, wenn sie erledigt sind; Erzieher können Notiz für die Eltern ins HA-Heft schreiben, wenn diese z.B. zu Hause beendet werden müssten)
• Ziel ist es, dass die Kinder den Umgang mit ihrem HA- Heft üben und dieses auch für sich nutzen (wichtige Eintragungen, Termine, HA, Notizen, …)

5.2 Schüler/innen
• Klassenrat
• Schülerkonferenz
• Wahl zum Schulsprecher
• Schulkonferenz
• Ausflüge und Klassenfahrten
• Kursfahrt FALKE
• Gestaltung des Marktplatzes

Diese Themen wurden während der regelmäßigen Schülerkonferenzen von den Schülern herausgearbeitet, dass sie Ideen einbringen und Dinge an der Schule beeinflussen können. Eine Ausformulierung hat noch nicht stattgefunden. Die Leitung der Schülerkonferenz haben die Sozialarbeiterin Frau Walde und der Schulleiter inne.

5.3 Eltern
Die Eltern der Grundschule in den Rollbergen haben viele Möglichkeiten sich einzubringen. Diese nutzen leider nur sehr wenige. Die Eltern, die sie nutzen, machen es mit großem Engagement und Begeisterung.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Schule den Eltern einen guten Einblick in den Schulalltag ihrer Kinder ermöglicht. Die Elternarbeit ist an der Schule gern gesehen und wird auch vom Schulleiter durch seine stetige Teilnahme an den Elterntreffen (GEV) unterstützt. Auch die Lehrer haben stets ein offenes Ohr für die Ideen der Eltern.

Die Eltern bringen sich in ganz verschiedenen Bereichen in den Schulalltag ein:
• Begleitung bei Schulausflügen, Exkursionen und sogar Klassenreisen
• Verschiedene Aktivitäten für Einnahmen für die Klassenkasse: z.B.: Kuchenver-kauf oder
• Brötchenverkauf in den Pausen
• Verkauf von Kuchen, Bratwürsten, Waffeln oder Brötchen im Namen des Förder-vereins
• Den Vorsitz des Fördervereins hat eine Mutter inne.
• Eltern unterstützen auch bei der Renovierung der Klassenzimmer.
• Die Schulstation bietet regelmäßig Elterncafés an, wo Eltern zusammenkommen und sich austauschen können.
• Die Eltern unterstützen beim Planen und Durchführen von Schulfesten und Sport-festen.
• Die Eltern können ebenfalls in verschiedenen Gremien mitarbeiten: GEV, Gesamt-konferenz und Schulkonferenz.
• Es finden regelmäßig Elternabende statt, um die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern zu fördern.
• Die Eltern arrangieren und führen selbstständig Schulpartys für die Kinder durch.
• Regelmäßige GEV- Sitzungen, bei denen auch die Schulleitung anwesend ist
• Einige Arbeitsgemeinschaften werden von Eltern geleite: Seit mehreren Jahren die AG Tanzen von Fr. Kossahl, seit diesem Schuljahr die AG Homepage von Fr. Philipps.
• Die Eltern unterstützen ebenfalls Aktivitäten, die der Hort veranstaltet.
• Die Eltern gehen auch teilweise als Lesepaten in den Unterricht. Kochen und backen findet in einzelnen Klassen von Eltern angeleitet statt.

5.4 Kooperationspartner
5.4.1 Kooperationen mit außerschulischen Partnern
Unsere Kooperationen mit außerschulischen Partnern sind teilweise in eine feste Struktur eingebunden, damit als dauerhaftes Angebot in den Alltag fest verankert. Die Zusammenarbeit von Pädagogen und anderen schulischen Partnern sind in unserer Schule sehr vielfältig und daher in Gruppen dargestellt. 

Zu den Arbeitsgemeinschaften gehören:
• Fußball: Herr Bittighofer
• Ballspiele: Herr Bittighofer
• Tanzen: Herr und Frau Kossahl von „Angel Dancers“
• Homepage: Frau Philipps von „Grafik&Webdesign AngelsDesignz®
• Bewegungsbaustelle: Herr Stief
• Erlebnisturnen: Herr Stief

5.4.2 Begleitung während der Unterrichtszeit (regelmäßig):
Frühstücksprojekt: Frau Fischer „Verein von Kinder für Kinder“ 1x wöchentlich für die A Klassen
Das Frühstücksprojekt ermöglicht den Kindern 1x wöchentlich die Kultur des gemeinsamen Frühstückens zu erleben. Dabei geht es auch um den Lerninhalt „Gesunde Ernährung“.
ErzählZeit: Frau Vogel und Frau Weigel von „FabulaDrama e.V.“ 1x wöchentlich für die A Klassen
ErzählZeit ist ein längerfristig angelegtes Projekt zur künstlerischen Vermittlung der deutschen Sprache und zur Erweiterung der Sprachkompetenz und Phantasie.
Lerntherapie Frau Da Silva „Horizonte“
In kleinen Lerngruppen wird den Kindern 1 bis 2x wöchentlich während der Unterrichtszeit Hilfe gegeben bei: LRS, Dyskalkulie und Lernen lernen.
Lesepaten: ehrenamtliche Mitarbeiter
Während der Unterrichtszeit steht fast jeder Klasse 1x wöchentlich ein/e Lesepate/Lesepatin zur Verfügung. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen nach Absprache die jeweilige Klasse.
Soziales Lernen: Herr Repp und Frau Walde „Horizonte “
Jede Klasse erhält 1x wöchentlich 1 Unterrichtsstunde im „Sozialen Lernen“. Diese Einheit läuft ca. drei Monate.

5.4.3 Begleitung während der Unterrichtszeit (Projekte - unregelmäßig):
Es finden bestimmte fachliche Inhalte oder auch fachübergreifende Themen vertiefend statt. Dazu arbeiten einige Klassen mit unterschiedlichen Personen oder Organisationen zusammen. Zu den Partnern gehören:
• Ali Görmez (Künstler)
• Susanne Rieber (Theaterpädagogin des Grips Theaters)
• Kunstforum (Berliner Volksbank)
• Atrium: Im Rahmen von Klassenprojekte werden künstlerische Werkstätten ge-nutzt. Klassenprojekte sind sowohl als Wandertagsangebote als auch innerhalb des jahrgangsübergreifenden Lernens (JÜL) oder eingebunden in Schulprojekte buch-bar. An den jeweiligen Curricula orientiert, bieten diese Klassenprojekte den Schü-lern/-innen handlungsorientierte Kurse in den Bereichen Bildende Kunst, neue Medien, Theater, Tanz und Literatur.

5.4.4 Kooperationen am Nachmittag:
Lernförderung (BuT): „Intellego“
Schülerinnen und Schüler mit Berlinpass erhalten bis zu 4 Förderstunden wöchentlich kostenlos, wenn sie in mindestens einem Fach die Note 5 haben oder diese auf dem nächsten Zeugnis zu erwarten ist.
Ab 1.2.15 können auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die ihre Noten verbessern möchten, um den höchstmöglichen Schulabschluss zu erreichen. Grundschüler können eine Sprachförderung erhalten, um eine Gymnasialempfehlung zu bekommen.
Schülerinnen und Schüler ohne Berlinpass können (ohne weitere Bedingungen) an den Kursen für 5€/Std. teilnehmen.

Streethouse
Hier handelt es sich um eine Jugendeinrichtung für Kinder und Jugendliche. Die vielfältigen Angebote werden regelmäßig genutzt. Eine Hortgruppe pflegt einen intensiven Kontakt mit den Schüler/innen.

5.4.5 Weitere Kooperationen:
Berliner Volksbank Wittenau
Wir werden 1x jährlich von dieser Bank mit einer Geldspende unterstützt. Die Zusammenar-beit mit dieser Filiale ermöglicht uns auch, kulturelle Veranstaltungen (Vernissage, Ausstel-lungen, Lesungen…) in den Räumen der Bank stattfinden zu lassen.

Kiezrunde
Als Mitglied in dieser Runde sind uns Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft, der Kirche, dem Jugendamt dem Streethouse und anderen Trägern und Vereinen des Kiezes möglich. Ein jährlich wiederkehrendes Kiezfest festigt diese Zusammenarbeit.

Kita-Schule
Die umliegenden Kitas, die Sprachbildungskoordinatorin und ich versammeln sich regelmäßig, um den Übergang der Kinder möglichst harmonisch verlaufen zu lassen. Hospitationen und Präsentationen gehören genauso zur Kooperation wie ein gemeinsamer Elternabend.

Grundschule – Oberschule
Hier sind die Kontakte nicht so fest. Eine intensivere Kooperation ist geplant mit dem Cam-pus Hannah Höch. Diese Schule arbeitet wie wir individuell und jahrgangsübergreifend.

Jugendamt MV
Die Zahl der Familien, die die Leistungen des Jugendamtes in Anspruch nehmen, nehmen zu. Eine Zusammenarbeit von Jugendamt-Familie-Schule ist ein wesentlicher Baustein, die Entwicklung der Kinder zielgerichtet zu bearbeiten.

5.5 Rituale und Veranstaltungen
Es gibt über das Jahr verteilt verschiedene Aktivitäten, die teils regelmäßig einmal die Woche oder zu bestimmten Angelegenheiten stattfinden. Einige dieser Angebote sind für Kinder vorgesehen, die den Hort besuchen. Diese sind mit einem (H) gekennzeichnet.


6 Schulentwicklung
6.1 Fünf-Jahres-Planung
In den Konferenzen wurden Ziele vereinbart, an denen sich die Entwicklung der Schule orien-tieren soll. Dafür gibt es seit dem Jahr 2014 eine Fünf-Jahres-Planung über bereits erreichte und anvisierte Ziele.




6.2 Pädagogische Werkstatt
Um als Schulleitung die Weiterentwicklung des Unterrichts gezielt zu fördern und zu unterstützen braucht es eine hohe Akzeptanz aller Beteiligten und eine professionelle Steuerung über einen längeren Zeitraum.
Die „Pädagogische Werkstatt“ der Deutschen Schulpreisakademie (ehemals Robert-Bosch-Stiftung) bietet reformbereiten Schulen die Möglichkeit sie auf ihren individuellen Entwicklungswegen zu unterstützen. Die sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises – Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution – dienen dabei als Orientierungsrahmen.
Diese auf das gesamte Lehrerkollegium ausgerichtete Fortbildung besteht aus zwei Phasen. Beide Phasen dauern je ein Kalenderjahre.

Phase 1 in 2015
• Vier zweitägige Bausteine für 4 Lehrkräfte
• Zwei eintägige Arbeitstreffen für die Schulleitung

Phase 2 in 2016
• Vier eintägige Bausteine (Studientage) für alle Lehrkräfte
• Steuergruppe besteht aus 4 in Phase 1 ausgebildeten Lehrkräften und der Schullei-tung
• 2 ausgebildete Multiplikatoren von außen steuern den Prozess

Phase 3: in 2017
• Regelmäßige Werkstattarbeit in allen Klassen
Zu folgenden Themen wird schwerpunktmäßig gearbeitet:
1. Lernkompetenzen
2. Aufgabenstellungen
3. Transparente Leistungsbeurteilung

Der Umgang mit der zunehmend heterogenen Schülerschaft erfordert einen individuellen Unterricht, der trotz offener Aufgabenstellungen den Unterricht klar strukturiert und für Transparenz in allen Bereichen sorgt. Dabei spielt die Einbeziehung der Schüler/innen eine herausragende Rolle. Innerhalb der Studientage geht es um das gemeinsame Entwickeln von Unterrichtseinheiten und deren Implementierung.

6.3 Personalentwicklung
Die jährlichen Personalgespräche mit allen Lehrerinnen und Lehrern sollen helfen, die pädagogische Arbeit jedes Einzelnen zielgerichteter und effektiver zu gestalten, aus denen sich dann Fortbildungsschwerpunkte ableiten lassen. Im Schuljahr 2015/16 habe ich ein Jahresgespräch auch für die Erzieherinnen und Erzieher angeboten.
Das gesamte Kollegium der Schule ist verantwortlich für die pädagogische Weiterentwick-lung. An unserer Schule gibt es gegenwärtig fünf Schwerpunkte für Fortbildungsmaßnahmen:

1. Montessori
Dieser Schwerpunkt ergibt sich aus dem einen Teil des Schulprofils. Sieben Kolleginnen haben bereits ein Montessori-Diplom erworben. Die Arbeit mit der Montessori-Pädagogik ist ein Grundpfeiler für eine differenzierte Unterrichtspraxis.

2. Pädagogische Werkstatt
Diese Fortbildungsreihe passt zum zweiten Teil unseres Schulprofils (JÜL). Vier Kolleginnen und Kollegen haben die Seminare für die Grundbausteine im Kalenderjahr 2015 besucht. Jetzt fungieren sie als Multiplikatoren im gesamten Kollegium. Einmal pro Monat treffen sie sich mit der Schulleitung als Steuergruppe „Unterrichtsentwicklung“. Für das gesamte Kollegium gibt es vier Studientage zu diesem Thema.

3. ETEP
Drei Kolleginnen befinden sich in der Ausbildung. Die Zwischenergebnisse ihrer Arbeit tragen sie in das Kollegium hinein. Es sind zwei temporäre Schülergruppen entstanden, in denen diese Lehrerinnen entwicklungstherapeutisch arbeiten. Außerdem hat das Kollegium einen Stu-dientag und eine Fortbildung zu ETEP-Fragen der Schule besucht.

4. Sprachbildung
Eine Lehrerin ist bereits zur Sprachbildungskoordinatorin ausgebildet. Eine zweite beginnt den Kurs im Sommer. Insgesamt gibt es viele Ideen für die Umsetzung, die im Konzept zur Sprachbildung nachzulesen sind. Wichtig für die zukünftige Arbeit sollte es sein, verbindliche Schwerpunkte für die einzelnen Klassen festzulegen.

5. Schwimmlehrer
Aufgrund der Schwimmlehrerknappheit sind wir aufgefordert, über Fortbildungsmaßnahmen nachzudenken. Zwei Kollegen/innen haben sich für eine Wiederholungsprüfung für den Rettungsschwimmer in Silber angemeldet.

6.4 Evaluation
Anhand des Schulinspektionsberichtes von 2013 haben wir uns für die schulinterne Evaluation zwei Schwerpunkte ausgewählt, zu denen die Unterrichtsentwicklung und die Kommunikation gehören.

6.4.1 Unterrichtsentwicklung
Die Gestaltung des Übergangs vom jahrgangsübergreifenden Lernen zur vierten Klassenstufe
• Die Profilschärfung für die Jahrgangsstufen 4 bis 6.

Im Schuljahr 2011/12 begannen wir mit der Jahrgangsmischung in den Jahrgangsstufen 1-3. Die JüL-Konzeption wurde kontinuierlich weiterentwickelt und erfolgreich umgesetzt, eine Fortführung in den höheren Klassenstufen war und ist uns wichtig.
Im Schuljahr 2013/14 gab es eine Vorbereitungsphase um allen Schülern und Pädagogen den Übergang einer Jahrgangsmischung der Klassenstufen 4-6 zu erleichtern. Während dieser Pha-se hospitierten die Pädagogen an anderen Schulen, es fand ein Erfahrungsaustausch statt, die LehrerInnen kommunizierten untereinander in Teambesprechungen und begannen Lernwege in den einzelnen Fachbereichen für die Schüler zu entwickeln.
Ab dem Schuljahr 2014/15 wurden 6 Jül –Klassen 1-3 und 4 Jül- Klassen 4/5, außerdem eine 6. Klasse (jahrgangshomogen) unterrichtet. Um unser Konzept des jahrgangsübergreifenden Lernens weiter zu entwickeln wurden Lernwege in den verschiedenen Fachbereichen eingeführt, an Fortbildungen teilgenommen und Hospitationen durchgeführt.
Seit dem Schuljahr 2015/ 16 werden an unserer Schule 7 Lerngruppen (Klassen 1-3) und 6 Lerngruppen (Klassen 4-6) unterrichtet. In regelmäßigen wöchentlichen mehrstündigen Teamsitzungen besprechen die Lehrer/innen Ziele, Projekte und Klassenprobleme. Weiterhin werden Lernwege analysiert, konkretisiert und weiterentwickelt. Ein großer Schwerpunkt ist neben der Vorbereitung der Unterrichtsarbeit auch die Förderung sozialer Kompetenzen der Schüler.
Für die weitere Arbeit bedeutet dies in den Teamsitzungen weiterhin Lernwege zu analysieren und weiterzuentwickeln. Die Entwicklung von Schwerpunktthemen für die Werkstattarbeit in den B-Klassen wird eine zentrale Aufgabe für das Schuljahr 2016/17 sein.
Außerdem wird im Schuljahr 2016/17 eine Befragung der SuS, der LuL und EuE und der Eltern zum jahrgangsübergreifenden Lernen durchgeführt werden.

6.4.2 Kommunikation
• Schaffung einer positiven Kommunikation
• Transparenz und Eigenverantwortung der Mitarbeiter
Im Herbst 2013 wurde eine Evaluation – angelehnt an die Fragen der Schulinspektion – zu den Themen Schulleitungshandeln, Kommunikationskultur, Konfliktbewältigung, Personalführung und Transparenz durchgeführt. Das Ergebnis war positiv (siehe Evaluationsbericht von 2014).
Der nächste Baustein war im Sommer 2014 das Erarbeiten von Vereinbarungen von Lehrer/innen und Erzieher/innen für die gemeinsame Arbeit (siehe Kapitel 5.1).
Zur Transparenz und Mitwirkung aller Pädagogen gibt es die erweiterte Schulleitung. Seit 2015 ist eine zweite Erzieherin auf eigenen Wunsch in das Gremium aufgenommen worden. In der erweiterten Schulleitung werden aktuelle Themen erörtert und für die Gremienarbeitet vorbereitet.
Die intensive Fortbildung der Pädagogischen Werkstatt, an der vier Lehrer/innen teilgenommen haben, beschäftigt uns derzeit stark. Deshalb wurde eine Steuergruppe „Unterrichtsentwicklung“ gegründet, die einmal im Monat tagt.
Seit Sommer 2015 gibt es eine Wocheninfo vom Schulleiter, die als E-Mail verschickt wird. So erhalten alle Kollegen/innen die wichtigsten Informationen und Termine.
Die jährlichen Gespräche zwischen Schulleiter und LuL zur Weiterentwicklung sind fester Bestandteil der Arbeit. Seit dem Schuljahr 2015/16 sind auch die EuE mit einbezogen. Der Schwerpunkt bei den Gesprächen mit den LuL liegt dieses Jahr auf der „Vorbereiteten Lernumgebung“ im Klassenraum.
 
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